Viva con Agua de Sankt Pauli folgen

Onejiru übergibt Viva con Agua den Next Economy Award

Blog-Eintrag   •   Nov 27, 2015 13:22 CET

Onejirus Laudatio – Benjamin Adrion & Viva con Agua - Next Economy Award (NEA)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Es ist mir eine große Ehre heute hier zu sein und den diesjährigen Gewinner des HONORARY NEXT ECONOMY AWARD zu ehren: Benjamin Adrion. Süddeutscher, Fußballer, Organisationsentwickler, Gründer, auf der ganzen Welt zuhause und Freund!

Lieber Benny,

ich habe Dich ebenso als inspirierende Persönlichkeit und Visionär kennengelernt.

Zum ersten Mal sind wir uns begegnet, als ich Dir mein Bandprojekt SISTERS vorstellte, mit der Idee gemeinsam mit Viva con Agua Bildungsprojekte an Schulen anzubieten. Auf Projektreisen haben wir uns Gedanken gemacht, warum sich das stereotypische Afrikabild so hartnäckig hält. Ich bin mitgereist als Künstlerin, in Nairobi geborene Wanne-Eickelerin und heute in Hamburg lebende Aktivistin.

Als Du 2006 zusammen mit Freunden Viva con Agua de St. Pauli e.V. offiziell gründetest, ging es um die Unterstützung ganz konkreter Wasserprojekte weltweit. Heute ist Viva con Agua eine „All Profit Organisation“, das da heißt:

Alle daran Beteiligten profitieren in mannigfaltiger Weise davon und tun dabei etwas Gutes. Das alleine ist schon eine geniale Idee. Noch genialer sind die dabei erzielten Ergebnisse, für andere und auch für sich selbst.
Es ist nicht nur die anonyme Spende - und keinesfalls möchte ich diese schmälern - sondern es sind darüber hinaus die unterschiedlichen Wege, die alle das Ziel haben und eine gemeinsame Vision teilen: ALLE FÜR WASSER - WASSER FÜR ALLE!

Im Viva con Agua-Kosmos werden Know-How gespendet, aber auch neue Impulse, Innovationen, Aktionen, Kreativität and only the sky is the limit! Jede und jeder ist dabei ein Tropfen im Meer vieler, vieler Möglichkeiten diese, unsere Welt zu einem besseren Ort für alle Menschen zu machen. Das ist ein hehres Ziel, aber es ist möglich.

Und wenn man sich mit Dir, lieber Benny, darüber unterhält, spürt man Deine brennende Leidenschaft für diese Vision. Deine Strahlkraft ohne sich selbst allzu wichtig zu nehmen, ist für viele eine Quelle der Inspiration. Deine Leichtigkeit gepaart mit Deiner Hingabe für eine Welt ohne Durst und für sanitäre Grundversorgung ist für zahlreiche junge Menschen ein Beispiel.

Die Interkulturalität und der Dialog auf Augenhöhe zwischen Globalem Norden und Globalem Süden ist eines Deiner zentralen Anliegen. Und hier stehe ich Viva con Agua mit voller Überzeugung seit nunmehr zwei Jahren als Beraterin und nun auch als Stiftungsbeirat zur Seite.
Wir haben uns in vielen Gesprächen über das längst überholte Afrikabild unterhalten - mit dem „weißen Helfer hier und dem schwarzen Empfänger dort“. Dieses vorherrschende eurozentrische Bild des hilfsbedürftigen Kontinents bekommt immer mehr Risse. Es bröckelt. Endlich! Es wurde auch Zeit!

Die Jugend befindet sich im Aufbruch! Sie trifft sich im Viva von Agua Netzwerk. Sie will nicht mehr nur noch zuschauen, sondern selbst gestalten. Und dass die Jugend in den afrikanischen Länder längst selbst ihre Zukunft aktiv gestaltet, bekommen wir hier in den Mainstream-Medien nicht mit oder bestenfalls als Randnotiz. Doch der kulturelle Austausch über Projektbesuche mit Viva con Agua schafft neue Bindungen und verstärkt alte Banden. Neue Netzwerke werden geboren, Ideen ausgetauscht. Multiplikatoren auf beiden Seiten tragen die dabei geteilte Herzenswärme weiter. Und DAS ist nachhaltig, das ist gelebte Integration.

Wie sagt man so schön? „Auf einem Bein kann man nicht stehen!“
In diesen Tagen wächst eine Viva con Agua Organisation in UGANDA heran, in der Hauptstadt Kampala. Eine „home grown“ Pflanze!

Die jungen Leute, Student*innen, Künstler*innen besuchen in diesen Stunden in ihrem Land Wasserprojekte, die dank Viva con Agua gefördert werden. Unsere jungen Kollegen in Uganda werden und haben bereits Spenden gesammelt. Sie realisieren z.B. Kunstprojekte vor Ort zur Sensibilisierung rund um Hygienethemen und organisieren Sport- und Musikevents, um immer mehr Menschen für die Vision ALLE FÜR WASSER - WASSER FÜR ALLE zu begeistern.

Das ist der Beginn eines neuen Zeitalters.

Dein unermüdlicher Einsatz und der Deiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter für den Aufbau von Viva con Agua im Globalen Süden wird die Zukunft für Viva con Agua weiterhin sichern und auf die nächste Ebene des längst erwünschten Dialogs auf Augenhöhe verhelfen.

Lieber Benny,

ich habe Dich als einen bescheidenen Menschen kennengelernt und weiß deshalb, dass Du die Menschen, die an diesem Erfolg beteiligt sind, nicht vergisst. Es sind europaweit mittlerweile weitaus mehr als 11.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Und mit Viva con Agua Kampala werden es noch mehr werden.

Heute, 10 Jahre nach der Gründung des Vereins, ist mit Viva con Agua eine neue Bewegung entstanden, die täglich weiter wächst. Eine Bewegung, die die gemeinsame Vision teilt, den weltweiten DURST und darüber hinaus den eigenen DURST nach Wissen über den Tellerrand zu stillen.

Du hast mal in einem Interview eine Utopie geteilt, dass (sinngemäß) jeder Mensch in jungen Jahren einmal in den Weltraum geschickt werden sollte, damit er oder sie diesen unseren Planeten in voller Schönheit begreifen kann. Unser blauer Planet, der in diesen Tagen scheinbar mehr grau zu ertragen hat als bunt, braucht jeden von uns. Und dieser, unser blauer Planet braucht gerade in diesen Tagen Visionäre wie Dich!

Ich gratuliere Dir von Herzen zum HONORARY NEXT ECONOMY AWARD 2015!

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In einer überwältigenden Laudatio findet Musikerin und Viva con Agua-Stiftungsbeirätin, Onejiru, die richtigen Worte, um Benjamin Adrion und das gesamte Netzwerk zu ehren. Gestern Abend waren alle 11.000 Unterstützer*innen und etliche mehr von Kampala bis Kiel in Düsseldorf zur Preisverleihung des Next Economy Award im Saal. Wir sind unendlich dankbar für Deine Worte, liebe Onejiru!

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