Viva con Agua de Sankt Pauli folgen

Viva con Agua mit Sängerin Mogli, Moderatorin Jeannine Michaelsen und Heimwerker Fynn Kliemann unterwegs in Äthiopien

Pressemitteilung   •   Jan 29, 2019 17:01 CET

Fynn Kliemann kostet das frisch Gezapfte inspired by Viva con Agua & der äthiopischen Welthungerhilfe (c) Stefan Groenveld

Mogli, Jeannine Michaelsen und Fynn Kliemann brechen im Januar gemeinsam mit Viva con Agua zu einer zweiwöchigen Projektreise nach Äthiopien auf. Dort besuchen sie das mobile Bohrgerät „John’s Rig“, das quer durch Äthiopien fährt und Brunnen bohrt. Außerdem treffen sie auf die Crew von Goldeimer und bauen gemeinsam mit Äthiopiern die ersten Eco-Toiletten des Landes in Addis Abeba. Sie alle verfolgen die gleiche Mission: tatkräftig mit anpacken und sich so mit viel Freude für sauberes Wasser einsetzen. Schon in den Tagen der Anreise sammelte Viva con Agua mit phantastischer Unterstützung der Influencer starke 18.000 Euro, dank derer über den Daumen gepeilt zwei Brunnen entstehen können.

„Sauberes Wasser, Toiletten und einen Ort zum Hände waschen, eben die körperliche und gesundheitliche Grundversorgung – das braucht jeder Mensch. Demut, das können wir in der westlichen Welt noch lernen. Keiner hierzulande sollte sich das Recht herausnehmen, zu denken, wir hätten eine überlegene Lebensform oder Art und Weise, wie wir Häuser bauen, uns fortbewegen. Wir sollten uns nicht einbilden, wir wären fortschrittlicher und somit etwas Besseres. Das Leben hier in Äthiopien ist einfach anders. Wir sollten uns nicht anmaßen, das Leben hier zu bewerten oder gar als gut oder schlecht, lebenswert oder nicht zu kategorisieren.“ Jeannine Michaelsen

Seit 2006 unterstützt Viva con Agua Wasserprojekte in Äthiopien, wodurch sich langjährige Partnerschaften, Freundschaften und jede Menge Action für sauberes Trinkwasser entwickelt haben. Seit 2017 fährt das erste mobile Bohrgerät inspired by Viva con Agua, welches liebevoll auf den Namen John’s Rig getauft wurde, durch Äthiopien. Doch wie funktioniert so ein mobiles Bohrgerät? Um das herauszufinden, startet Fynn Kliemann sein erstes Praktikum beim Drilling Master Melkie. „Ich habe mir gewünscht mindestens eine Woche hart anzupacken und einen Brunnen von A bis Z zu bohren. Jetzt habe ich live gesehen, dass es nicht so easy ist, wie ich mir das vorgestellt habe.“ sagt Fynn nach seinem Praktikum.

Denn für einen sauberen Brunnen benötigt es mehr als nur ein Bohrgerät. Ein Hydro-Geologe muss im Vorfeld einen geeigneten Ort identifizieren und nach der Bohrung muss gewährleistet werden, dass das Wasser auch nach der Entnahme sauber gehalten wird. Deshalb achtet Viva con Agua auf einen ganzheitlichen Projektansatz und integriert die Sensibilisierungsarbeit im Hygiene- und Sanitärbereich ganz bewusst in die WASH-Projekte.

Auch das Social Business Unternehmen Goldeimer, das sich aus dem Viva con Agua Netzwerk heraus entwickelt sowie ausgegründet hat und seit 2014 für einen weltweit sicheren Zugang zu Sanitärversorgungen einsetzt, ist nun 2019 das erste Mal zu einem Projekt nach Äthiopien aufgebrochen. Fynn, Mogli und Jaennine treffen die Crew in der Hauptstadt Addis Abeba und bauen zusammen mit den Menschen vor Ort die ersten beiden Eco-Toiletten im Land – natürlich aus recycleten Materialien. Drei Tage lang wird zusammen gesägt, geschraubt und alles Viva con Agua getreu künstlerisch gestaltet. „Unsere Crew hat eine Toilette gebaut, das war krass. Es wurden unheimlich viele Pläne für die Zukunft geschmiedet und nebenbei noch ein Brunnen gebohrt. Wir haben viele Projekte angeschaut und mit Leuten connected “ beschreibt Fynn seine Erfahrungen der Projektreise.

Mogli, Fynn Kliemann und Jaennine Michaelsen tauchen komplett in die äthiopische Kultur ein. „Wir begegneten wahnsinnig gastfreundlichen, offenen Menschen, die einem mit allem was sie haben, egal wie viel oder wenig das ist, entgegen treten. Es wird sich herzlich begrüßt, umarmt und gemeinsam getanzt, gegessen und getrunken“, beschreibt Jeannine die Zeit. Sängerin Mogli spielt ein spontanes Konzert und mal wieder zeigt sich, dass die universelle Sprache der Musik Menschen aus aller Welt verbindet. Jeannine: „Wir haben sehr viel von Äthiopien mitbekommen, vor allem die Menschen erlebt, den Reichtum ihrer Kultur und natürlich auch den Wunsch nach Veränderung und Weiterentwicklung.“

Nach der Abreise aus Äthiopien ist die Arbeit vor Ort aber nicht getan. John’s Rig soll in den nächsten Jahren noch rund 200 Brunnen bohren und damit die Trinkwasserversorgung für über 200.000 Menschen garantieren. Außerdem plant Goldeimer eine Vergrößerung ihres Projektes, wofür sie derzeit noch Spenden sammeln. Mit 5.000 Euro können rund 20 Toiletten gebaut werden und damit 4.000 Menschen der Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung ermöglicht werden.

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Viva con Agua ist ein internationales Netzwerk von Menschen und Organisationen, das sich für den sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung einsetzt.

2006 wurde der gemeinnützige Verein Viva con Agua de Sankt Pauli ins Leben gerufen. Inzwischen unterstützen die Vision „WASSER FÜR ALLE- ALLE FÜR WASSER“ mehr als 10.000 ehrenamtliche Supporter, die mit zahllosen Aktionen und ebenso viel Spaß Spenden für WASH-Projekte weltweit sammeln- darunter auch Künstler und Musiker. Gemeinsam mit der Welthungerhilfe und lokalen Partnerorganisationen konnte die Bewegung so bereits circa 3 Millionen Menschen in WASH-Projekten (WAter, Sanitation, Hygiene) erreichen.

Neben dem Hamburger Verein zählen mittlerweile die Viva con Agua Stiftung und lokal aktive Viva con Agua-Vereine in Uganda, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz zum international tätigen Netzwerk. Darüber hinaus unterstützen die ausgegründeten Social Business Unternehmen Viva con Agua Wasser GmbH, Viva con Agua ARTS gGmbH und Goldeimer gGmbH mit ihren Aktivitäten die Trinkwasser- und Sanitärprojekte von VcA.

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